
Baufeld, Aushub, Gräben, Verfüllung und Verdichtung. Die Arbeit, die niemand sieht und an der trotzdem alles hängt.
Tiefbau- und Erdarbeiten umfassen Baufeldvorbereitung, Aushub und Abtrag, Baugruben, Leitungsgräben, Bodenaustausch sowie lagenweise Verfüllung und Verdichtung. STN Bauunternehmung führt diese Arbeiten mit eigenem Bagger und eigenem Bediener aus. Inhaber Stanko Petrovic ist Straßenbaumeister und hat seine Ausbildung im Straßen- und Tiefbau absolviert.
Boden, der einmal ausgehoben wurde, hat sein ursprüngliches Gefüge verloren. Wird er einfach zurückgeschoben, enthält er Hohlräume. Diese Hohlräume verschwinden nicht von selbst, sie schließen sich über Jahre durch Regen und Last. Genau das ist eine Setzung.
Deshalb wird Verfüllmaterial lagenweise eingebaut, üblicherweise in Schichten von 20 bis 30 Zentimetern, und jede Lage einzeln verdichtet. Das kostet Zeit und ist der Punkt, an dem sich ein günstiges und ein tragfähiges Angebot unterscheiden.
Boden, der einmal ausgehoben wurde, vergisst seine Dichte nie von selbst.

Im Straßenbau ist die Tragschicht nicht eine Position unter vielen, sondern die eigentliche Arbeit. Was man oben sieht, ist nur die Decke.
Diese Sichtweise nehmen wir in jeden Auftrag mit, auch in den kleinen Privatgarten.
Was im Aushub zum Vorschein kommt, unterscheidet sich im Kreis deutlich. In den Tallagen an Rems und Murr trifft man häufig auf Auenablagerungen und hohe Grundwasserstände. An den Hängen des Remstals stehen dagegen oft bindige, lehmige Böden an, die Wasser schlecht durchlassen.
Das hat praktische Folgen: Bindiger Boden staut Wasser, lässt sich bei Nässe kaum verdichten und braucht in der Regel mehr Aufwand bei der Entwässerung. Deshalb schauen wir beim Vor-Ort-Termin nicht nur auf die Fläche, sondern auch darauf, was darunter zu erwarten ist.
Sichere Aussagen über die Bodenverhältnisse liefert nur ein Baugrundgutachten. Bei größeren Eingriffen ist es sinnvoll, eines einzuholen.
Was eine Erdarbeit kostet, hängt oft weniger vom Volumen ab als davon, ob die Maschine überhaupt hinkommt. Eine enge Hofdurchfahrt, ein Weg über das Nachbargrundstück oder ein Hang ohne Wendemöglichkeit verändern die Kalkulation deutlich.
Diese Punkte klären wir vor Ort, bevor ein Angebot geschrieben wird. Sie sind der häufigste Grund, warum sich zwei scheinbar gleiche Baustellen im Preis stark unterscheiden.
Vor dem ersten Baggerstich gehört geklärt, was im Boden liegt. Strom, Gas, Wasser, Telekommunikation und hauseigene Leitungen verlaufen nicht immer dort, wo man sie vermutet.
Wir holen vor Arbeiten im öffentlichen und grenznahen Bereich die Leitungsauskunft der Versorger ein und arbeiten in kritischen Bereichen vorsichtig oder von Hand. Das ist kein Übermaß an Vorsicht: Ein beschädigtes Kabel kostet mehr als jeder gesparte Arbeitstag.
Ja, das kommt regelmäßig vor. Wir führen den Aushub bis zu einer vereinbarten Höhe aus und übergeben ein sauberes Planum. Sprechen Sie vorher mit uns über die genaue Höhenlage, damit Ihr weiterer Aufbau passt.
Unbelasteter Boden lässt sich manchmal auf dem Grundstück zur Modellierung verwenden. Sonst wird abgefahren und nach Materialart entsorgt. Die Entsorgung ist im Angebot eine eigene Position, weil der Preis stark von der Belastung abhängt.
Abgegrenzte Baggerarbeiten rechnen wir nach Aufwand ab. Die Spanne hängt von Maschinengröße, Anfahrt und Zugänglichkeit ab. Für eine belastbare Aussage brauchen wir eine kurze Beschreibung der Aufgabe und idealerweise ein Foto der Zufahrt.
Ja. Erd- und Baggerarbeiten als Teilleistung für Bauunternehmen, Hausbauer oder Gartenbaubetriebe im Rems-Murr-Kreis übernehmen wir regelmäßig.
Das hängt von der Leitungsart ab und davon, ob frostfreie Verlegung erforderlich ist. Für Wasserleitungen gilt üblicherweise frostfreie Tiefe, für Leerrohre im Garten deutlich weniger. Die maßgeblichen Vorgaben kommen vom Versorger oder aus der Planung, wir setzen sie um.
Beschreiben Sie kurz, was ausgehoben oder bewegt werden soll, und wie die Zufahrt aussieht. Dann können wir die Größenordnung einschätzen.